Welche Wege schlägt man ein nach einer stationären Therapie?

Was tue ich nach einer psychiatrischen stationären Therapie?

Nun gut, diese Frage ist oft nicht einfach zu beantworten. Deshalb sollten andere Bereiche mal abgeklärt und beantwortet werden. Darum wird dieses Anfangsthema gleich mal mit mehreren Blog-Einträgen versehen.

Ich beginne mit der Stellung der wichtigsten Fragen für dich und gehe danach auf den Aspekt der weiterführenden Therapie auf einer Psychotherapiestation oder einer Spezifischen Station ein.

Wie oft warst du schon stationär? Welche Erfahrungen hast du schon gemacht? Gibt es Psychotherapiestationen, die eine anschließende Therapie ermöglichen? Kannst du dir die Zeit auch dafür nehmen bzgl. Arbeitsplatz usw.? Welche Erkrankung/Diagnose? Wieviel weißt du schon über den Krankheitsverlauf? Oder möchtest du womöglich eine ambulante Therapie wählen? Dann sollten deine extramuralen Möglichkeiten während des Aufenthaltes auf einer Akutpsychiatrie schon geklärt sein. Zu welchen Psychiater kannst du gehen, gibt es Gesprächstherapeuten oder Psychologen in deiner Nähe? Oder etwaige andere Institutionen, die eine Nachsorge anbieten?

Diese Fragen sollten anfangs für dich schon geklärt sein. Oft ist eine weiterführende Therapie in derselben Einrichtung sicherlich dienlich und hilfreich, aber nur in Ausnahmefällen gleich mit einer Übernahme von der Akutpsychiatrie möglich.  Denn die Therapiestationen haben meist eine Therapiedauer von mehr als 6 Wochen und deshalb nicht immer gleich ein Bett frei.

Das heißt, im Normalfall wird von der Therapiestation ein Motivationsanruf einmal pro Woche erwartet, im besten Falle erfolgt noch auf der Akutpsychiatrie ein Vorstellungsgespräch, danach wird man meist Entlassen, wenn man auch stabil ist und erhält einen Aufnahmetermin auf der Therapiestation. Dies gilt auch für Entwöhnungs- und Entzugsstationen, meist ist auch hier das Prozedere ident.

Die wichtigste Frage ist, WAS MÖCHTEST DU SELBST?

Um diese Frage auch wirklich für dich stimmig zu beantworten, sollte auch die Akutphase abgeklungen sein. Im besten Falle wird eine weitere Therapie von den Ärzten vor Ort schon empfohlen. Somit ist die Möglichkeit einer Übernahme auf eine Therapiestation schon sehr viel höher.

Da auch meist das Therapieangebot auf den Akutstationen minimiert ist, auf Grund dessen, da es auch in der Akutphase nur wenig bis mäßig produktiv ist, eine intensive Psychotherapie anzubieten. Hier liegt eher die erdige Therapie im Vordergrund, wie zum Beispiel: Sport, Ergo, Musik und Beschäftigungstherapie.

Auf den weiterführenden Psychotherapiestationen liegt der Schwerpunkt, wie es der Name schon verrät, im Bereich der Psychotherapie, sowie der Umgang und vorhandene Ressourcen im Hinblick auf die individuelle Thematik und Erkrankung.

Nun solltest du dir Zeit nehmen, für dich diese Fragen zu beantworten, um eine weitere Entscheidung treffen zu können. Was ist stimmig für dich und was spürt sich richtig und im Jetztmoment hilfreich an?

Im nächsten Blogeintrag werde ich auf die beantworteten Fragen nun Schritt für Schritt eingehen. Bis dahin wünsche ich dir eine harmonische Zeit und viel Gesundheit

Dein Wolfgang